| Oktober 2001 |
Ein weiterer Monat ist davongeschwebt inmitten fallender Blätter, explodierender Bomben, überschwemmter Flüsse und wirbelndem Staub in trockenen Ländern. Möwen schweben über den goldenen Blättern des Kastanienbaums, Flügel, von der Sonne berührt, in purem Weiß schimmernd, während in Afghanistan Bomben fallen.
Krieg und Frieden, der gleich bleibende Zustand im Inneren des Menschen, ebenso wie in der Welt um uns herum, während so etwas wie Güte und Heiligkeit in der Dunkelheit schimmern. Ein langsamer Tod inmitten Dürre und Armut, und der stille Tod derer, die auf Gott vertrauen und in Frieden einschlafen.
Es ist eine seltsame Art, einen Brief zu beginnen, aber wie könnte man sonst den Oktober zusammenfassen, der nicht länger ein Monat von Nebel und saftiger Fruchtbarkeit ist, sondern ein Monat mit Regen und Sturm, durchweichten Gärten und schmutzigen Pfoten, und mit einem gewissen Lichterglanz und einer Vielzahl von Rosa-Schattierungen bei den Dahlien, und der Boden gesprenkelt mit Laub. Es ist eine tote Jahreszeit gewesen, aber der Tod selbst kann ein Segen sein und der Atem des Lebens atmet immer noch inmitten dem Tumult der fallenden Bomben und Frühgeburten.
Es ist ein Monat, in dem Menschen guten Willens Kontaktpunkte suchen inmitten einer Vielzahl von Glaubenslehren, und ein Monat, in dem die Gottesmutter angerufen wird bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes, wo der Zerfall die Dinge zusammenschrumpfen und die Hoffnung des Jahres ins Wanken geraten lässt. Dennoch wachsen junge Grashalme aus dem Schlamm, während das weiße Pampasgras den Rasen schmückt.
Der unerschütterliche Geist des Menschen wird überleben, wie er es immer getan hat inmitten von Ruinen und Überresten, aber im Westen nehmen wir die Herausforderung nicht an, weil wir größtenteils immer noch wohl genährt und gut untergebracht sind. Es braucht mehr Mut, an etwas fest zu halten, wenn jemand durch in Umlauf gebrachte Milzbranderreger angegriffen wird und wo man niemals weiß, ob das, was wir einatmen, saubere Luft ist. Aber wie viele trinken verunreinigtes Wasser und wissen, dass das verschmutzte Wasser ihren Tod verursachen kann, so sicher wie kein Wasser die Wurzeln unseres Daseins austrocknen kann. Hier wiegen die heruntergefallenen Blätter Regentropfen und winzige Sandpartikel auf nassen Pfaden und Nässe und Zerfall fällt ins Auge, während schlafende Wespen immer noch einen wärmenden Unterschlupf suchen und Schmetterlinge ins Licht fliegen.
Die Nachrichten bringen Bilder von trockenem Land auf die Fernsehschirme, während Reporter in Gummistiefeln aus Gebieten berichten, wo die Regenmenge eines einzigen Tages der eines ganzen Monats entspricht und Flüsse über die Ufer treten. In Armagh sind Wachtürme abgebaut worden, während in Belfast immer noch Bomben explodieren, und in Nordirland wird eine politische Lösung gesucht.
Inmitten diesem Kaleidoskop an Bildersymbolik, was wirklich zu viel ist, um es aufzunehmen, kommen die stillen Bilder einer sterbenden Nonne hinzu, die nach einem langen Leben den Tod willkommen heißt. Die brennende Kerze und die Blumen auf ihrem Platz im Speisesaal schimmern in diesen dunklen Oktobertagen, und die Traurigkeit und das Lächeln ihrer Urenkel bleibt uns im Gedächtnis. Nun bereiten wir uns auf den November vor, den Monat des Ruhmes, den Monat, in dem die Kirche ihre Kinder um sich versammelt wie eine Henne ihre verstreute Brut.
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