| November 2001 |
Die Nachrichten begannen diesen Monat mit dem Bombenhagel der Taleban in Afghanistan, wo die trostlose Landschaft der Hintergrund für einen schon biblischen Exodus eines ehrwürdigen Volkes ist, das von einem unfruchtbaren Land auszieht, das seine Heimat ist, in ein anderes unwirtliches Land, wo es nicht willkommen ist. Nun sind die Anführer gejagt worden in den verwüsteten Bergen, wie Rebellenführer durch die Jahrhunderte in so vielen Teilen der Welt gejagt worden sind, nicht zu vergessen die jüngste Geschichte der Monarchie in Israel.
Der Herbst kommt sehr spät in Chester, mit Blättern, warm und leuchtend, sogar an düsteren Tagen. Eine spezielle Auswahl von winterharten Blumen wurde gepflanzt und ihre unerwartete Farbe wird von den roten Rosen wiedergegeben.
Überschwemmungen haben sich auf den Süden ausgewirkt, in Schottland ist Schnee gefallen und an den frostigen Morgen sind wir für die Wärme der Zentralheizung dankbar.
Das vierteljährliche Treffen der Oblaten war sehr lebhaft und die Gruppe bringt neue Ideen hervor. Unser erster nicht-katholischer Oblate soll im Februar 2002 aufgenommen werden.
Die Auslieferung des Benediktinischen Jahrbuches wurde durch den schottischen Herausgeber für den Tag des Heiligen Andreas angekündigt. Er erschien wie üblich unerwartet und nur die grellen Scheinwerfer am verschlossenen Tor alarmierten uns über seine Ankunft. Ob wir mit dem Letzten Kommen auch so leicht umgehen können?
Jetzt bereiten wir uns auf einen anderen Advent vor. Wir sind zusammengekommen in diesem liturgischen Jahr und schauen hinaus in eine Dunkelheit, die niemals völlig dunkel ist, und erwarten das ruhige und stille Kommen, das die Herzen der ganzen Menschheit berühren wird. Es ist traurig, dass wir in unserem Wunsch, zu schenken, als Antwort auf das große Geschenk, das wir von Gott erhalten haben, dies mit hübschem Papier und Bändern verpacken, um geradezu einen Schleier über das heilige Kind zu legen. Er verlangt nicht nach unseren irdischen Geschenken, sondern nach unserer gegenseitigen Liebe, die sich nicht nur über die Armen und Bedürftigen ergießen soll, sondern auch über die, mit denen wir leben. Der Nächste, der Hilfe und Vergebung braucht, gehört oft zu unserer Hausgemeinschaft, unserer eigenen Familie. Möge der Advent Christi uns wirklich Frieden auf Erden bringen.
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