| August 2001 |
Der Monat August ist nach dem Titel des Imperators Octavius benannt, dem Nachfolger von Julius Cäsar. Der Titel Augustus bedeutet Der Erhabene. Da der Juli 31 Tage hat, gab man dem August auch 31 Tage. Der Extratag wurde dem September entnommen. Es war zur Zeit der Regierung des Augustus, als das römische Imperium einen nie da gewesenen Frieden erlebte und Christus in Betlehem geboren wurde.
Vielleicht ist der folgende Auszug eine gute Zusammenfassung dieser Zeit: ALLE ZEITEN SIND GOTTES ZEITEN Gott schuf Sonne und Mond, um Tag und Nacht zu unterscheiden; und die Früchte der Erde reifen nur in ihrer Jahreszeit: Aber Gott hat keine Verfügung erstellt, um die Zeit seiner Gnaden zu unterscheiden; im Paradies waren die Früchte von vornherein reif, und im Himmel ist immer Herbst, seine Gnaden sind stets reif und für uns bereit... obwohl ... Du warst bis jetzt unbedarft, hast den Winter verbracht und gefroren, bewölkt und verfinstert, gedämpft und betäubt, erstickt und benommen bis jetzt,... Gott kommt zu dir, nicht wie der erwachende Tag, nicht wie der knospende Frühling, sondern wie die Sonne am Mittag, um alle Schatten zu veranschaulichen, wie die Korngarben bei der Ernte, ... Jeder Anlass lädt seine Gnade ein, und alle Zeiten sind SEINE Zeiten. John Donne (1571-1631)
Jetzt, Anfang August, ist es dunkel, wenn die Tore geöffnet werden. Man geht vorsichtig, für den Fall, dass irgendwelche Schnecken auf dem Weg sind. Zwei kleine Frösche sind gesichtet worden unter morschem Holz auf dem Weg zum Gästehaus. Die Luft duftet immer noch süß durch die Blumen, aber die geflügelten Früchte der Lindenbäume sind auf den Boden geschwebt und gleichen einem Teppich aus Herbstblättern. Das Jahr hat sich schon gewendet und der Geruch des Herbstes liegt in der Luft.
Unsere Familien kommen mitsamt den kleinen Kindern zu Besuch. Einige der Kinder sind in dem Alter, in dem sie Zähne bekommen, den Jahren, wo noch alles neu ist und das Lernen Freude macht.
Das sehr heiße Wetter ist strapazierend, aber auf seltsame Weise auch beruhigend. Es regnet bei hoher Luftfeuchtigkeit.
7. August Gestern wurde ein fünfter Oblate in unsere spirituelle Gemeinschaft aufgenommen. Die Äbtissin hielt eine kurze Ansprache. Während wir über die Veränderungen in den Jahren nachdachten, sprach sie über folgendes:
Es könnte helfen, sich ein Schneckenhaus vorzustellen: Uns allen sind die herrlichen Spiralmuster vertraut, die aufeinander folgende Entwicklungsstadien anzeigen. Das spirituelle Schneckenhaus kann als Heimat angesehen werden, als der sichere Platz, wo unser Geist Ruhe findet, und der Ort, wo wir wachsen können. Jede Spirale stellt einen Moment des Wachstums dar, eine Bewegung nach außen hin, durch das Leben und die Realität. Wir tragen diese spirituelle Heimat bei uns. Die Spiralbewegung kann aber auch eine Reise ins Innere sein, die die Strahlungsenergie berührt, die durch das Herz jeder Materie pulsiert.
Es folgten einige sehr nasse und feuchte Tage - und Hochwasser im Keller. Unserem schwarzen Kater Joel geht es nicht gut. Die Tierärzte vom Lavister Hospital machen sich auch große Sorgen um ihn. Nach zehn Tagen Behandlung half man ihm, an einem Sonntag Morgen sehr friedvoll einzuschlafen. Bruno ist nun unsere einzige Katze und scheint ganz zufrieden zu sein.
Jetzt ist die Zeit, Brombeeren zu pflücken zum Einfrieren. Die Äpfel sind reif, aber viele sind schon durch Vögel und Wespen in Mitleidenschaft gezogen worden. Zusammen mit dem Rhabarber und den Stachelbeeren ist dies unsere ganze Ernte, außer den Pflaumen aus dem Garten vom Gästehaus. Durch das heiße Wetter kamen mehr Schmetterlinge, einschließlich einiger Pfauenaugen im Haus.
Der August brachte viele Besucher und Exerzitiengäste. Eine weitere Freundin unserer Ordensgemeinschaft ist gestorben, nur wenige Tage, nachdem sie und ihr Ehemann ihre Goldene Hochzeit gefeiert haben.
Die Situation in Nordirland, Israel und Simbabwe ist auch weiterhin voll von Leid und Not, und Fälle von Maul- und Klauenseuche kommen immer noch vor. So fährt die Menschheit fort, sich selbst zu zerstören, ebenso die zahmen und die wilden Tiere und die Umwelt.
Am Montag, 27. August, hat ein sehr bereicherndes Treffen der Oblaten stattgefunden. Die Oblaten und weitere Interessierte nahmen am gemeinsamen Gebet und den Mahlzeiten teil, pflegten die Gemeinschaft untereinander und diskutierten nach der Konferenz lebhaft.
31. August Wir wachten von sintflutartigen Regenfällen und einigen Donnerschlägen auf - obwohl darauf Sonnenschein und Rasenmähen folgte. Der herrliche Duft vom frisch geschnittenen Gras vermischte sich mit dem anhaltenden Geruch nasser Erde.
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